Wer sind wir?

Wir sind eine Initiative der TU Berlin, die sich für mehr Chancengleichheit im Bildungswesen, soziale Gerechtigkeit und einen diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung einsetzt.
Spätestens seit dem Pisa-Schock von 2001 ist klar: In Deutschland entscheidet längst nicht nur die Leistung über den Bildungserfolg, sondern auch die soziale Herkunft. Danach gab es eine Welle halbherziger Reformen und dann doch wieder gefährliche Sparpolitik. Jetzt stehen wir vor einem Bildungssystem mit maroden Gebäuden, extremen Lehrermangel und unveränderter sozialer Ungerechtigkeit. Diese Probleme treffen vor allem diejenigen, die es sowieso schon schwieriger haben - Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Milieus.
Das heißt, das aktuelle Schulsystem reproduziert soziale Ungleichheit ein und verhindert die freie Entfaltung der Kinder und Jugendliche. So kann es nicht weiter gehen!
Deswegen wollen wir auch hier an der Uni aktiv werden, indem wir schulische und außerschulische
Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Milieus unterstützen, über aktuelle Missstände informieren und Ideen entwickeln, wie auch im Hochschulbereich unterstützende Strukturen geschaffen werden können.

Probleme in der Bildung

Die Benachteiligung aufgrund der sozialen Herkunft ist vielschichtig. Deswegen wollen wir hier eine Übersicht über verschiedene Ursachen und Effekte geben, die dabei helfen Studien besser einzuordnen.

Primäre Herkunftseffekte
Unsere Gesellschaft ist geprägt von sozialen Ungleichheiten, die in letzter Zeit sogar noch stärker werden. Das hat natürlich auch zur Folge, dass Schüler*innen unterschiedliche Startbedingungen für ihre Bildungslaufbahn haben und auf unterschiedliche Ressourcen zurückgreifen können. Ein einfaches Beispiel ist der Zugang zu Nachhilfe, aber die Ungleichheit sitzt noch viel tiefer. Kinder mit Akademiker-Eltern werden oft schon viel früher an schulisch relevante Inhalte herangeführt und erlernen einen Sprachgebrauch, der in der Schule belohnt wird. Das heißt nicht, dass Eltern, die dies nicht tun etwas falsch machen, sondern vielmehr, dass das aktuelle Schulsystem an bestimmte soziale Milieus angepasst ist und eine entsprechende Sozialisation belohnt wird.
Noch drastischer wird der Unterschied, wenn Kinder zusätzlich noch familiären Problemen oder ähnlichem ausgesetzt sind und somit nicht nur einer höheren Belastung in der Schule, sondern auch zu Hause ausgesetzt sind.
Das heißt, wenn die Leistung eines Kindes gemessen werden soll, müssen die Startbedingungen und Ressourcen berücksichtigt werden. Tut man dies nicht, sind die gemessenen Leistungen nicht Ausdruck der tatsächlichen Fähigkeiten des Kindes, sondern Spiegel seiner sozialen Herkunft.
Aktuell wird dieser Problematik in der Bewertung von Schüler*innen keine Beachtung geschenkt, es herrscht zurzeit also KEINE Chancengleichheit. Wir glauben, dass es unbedingt notwendig ist Kinder mit weniger guten Startbedingungen mehr zu fördern! Rechtlich gleiche Möglichkeiten bedeuten keineswegs gleiche Chancen!

Sekundäre Herkunftseffekte
Schüler*innen aus sozial schwächeren Milieus sind häufig sozialem Druck ausgesetzt, wenn sie sich für das Abitur oder ein Studium entscheiden. Umgekehrte Effekte gibt es natürlich auch bei Kindern von Akademiker*innen. Im deutschen Bildungssystem werden weitreichende Bildungsentscheidungen schon im Kindesalter getroffen, das heißt die betroffenen Kinder sind in diesem Fall diesen Effekten ausgesetzt und finden sich dann in einem System wieder, das kaum Durchlässigkeit nach "oben" bietet.

Institutionelle Diskriminierung
Neben den schwierigeren Startbedingungen sind Schüler*innen auch Diskriminierung aufgrund ihrer sozialen Herkunft ausgesetzt. Das heißt, selbst bei gleicher Leistung kann es passieren, dass Schüler*innen aufgrund ihrer sozialen Herkunft schlechter bewertet werden. Der diskriminierungsfreie Zugang zu Bildung ist ein Menschenrecht. Daher kann die aktuelle Situation nicht toleriert werden!

Zahlen & Fakten

Die soziale Selektion im Bildungssystem lässt sich an drei Schwellen besonders gut erkennen:
1. Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule
2. Übergang in die Sekundarstufe II
3. Aufnahme eines Studiums


An jeder dieser Schwellen gibt es momentan einschneidend Selektionsmechanismen, die unbedingt verhindert werden müssen. Wir wollen diese Phänomene hier mit diversen Studien belegen.

1. Das Ende der Grundschule

Die wohl wichtigste Studie für den Grundschulbereich ist die IGLU Studie, die die Lesekompetenz von Grundschüler*innen untersucht.
Hierfür wird als ein Maß zur Unterscheidung sozialer Unterschiede die Anzahl an Büchern, die in der Familie vorhanden sind herangezogen. Das Ergebnis zeigt einen klaren Handlungsbedarf:

Der Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule stellt die erste Schwelle der Selektion dar. Auch hier konnte die IGLU Studie gravierende Missstände aufzeigen. In der nachfolgenden Abbildung wird die Gymnasialpräferenz der Lehrkräfte in Abhängigkeit der sozialen Herkunft dargestellt. Auch bei einer Kontrolle der kognitiven Kompetenzen lassen sich massive Ungleichheiten feststellen:

Zusammenfassend lässt sich ein Negativtrend ablesen, dem unbedingt entgegengewirkt werden sollte!

2. Übergang in die Sekundarstufe II

Die bereits in der Grundschule deutlich gewordenen sozialen Disparitäten prägen sich vor allem in der Sekundarstufe I aus. Dies wird insbesondere in den PISA-Studien deutlich. Vergleicht man das oberste und unterste soziale Quantil, so erhält man im Schnitt eine Differenz von 2,5 Schuljahren. Dies kann man unter anderem auch auf die strikte Einteilung in unterschiedliche Schulformen zurückführen. Diese ist auch aufgrund ihrer geringen Durchlässigkeit nach oben besonders folgenreich. Die geringe Durchlässigkeit lässt sich leicht an den Daten des Statistischen Bundesamts ablesen:

Diese Zahlen fallen besonders ins Gewicht, wenn man beachtet, dass der Besuch eines Gymnasiums immer noch der "Königsweg" zum Abitur ist.

Diese Missstände liegen dabei keinesfalls in der Natur der Sache, wenn man beachtet, dass Deutschland unter den OECD Ländern einen der größten Leistungsgradienten bezüglich der sozialen Herkunft hat (Quelle + Ausführungen in PISA). Es kann sich etwas ändern, wir müssen es nur endlich anpacken!

3. Aufnahme eines Studiums

Selbstverständlich ist ein Studium nicht das "Non-Plus-Ultra", andere Berufs- und Ausbildungswege sind absolut gleichwertig und mindestens genauso wichtig für unsere Gesellschaft.
Dass die Studienbeteiligung aber so stark von der sozialen Herkunft abhängt, ist wohl kaum nur auf die persönlichen Interessen und Präferenzen der jungen Erwachsenen zurückzuführen. Vielmehr sind sie auch Ausdruck struktureller Benachteiligung und Diskriminierung.
Abgesehen davon ist soziale Diversität in allen Bereichen unserer Gesellschaft erstrebenswert und sollte gefördert werden - auch in der akademischen Welt.
Die unterschiedliche Studienbeteiligung wurde 2016 von der DZHW festgestellt:

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